Pausenhof der neuen Generation

Friedrich-von-Keller-Schule in Abtsgmünd bekommt einzigartige Außenanlagen
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    Neue Außenanlagen für die Friedrich-von-Keller-Schule. Foto: hag
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    Neue Außenanlagen für die Friedrich-von-Keller-Schule. Foto: hag
Im Zuge der Erweiterung zur offenen Ganztagsschule erhält die Friedrich-von-Keller-Schule in Abtsgmünd neue Außenanlagen. Unter anderem flossen auch Wünsche der Schüler bei der Planung mit ein. Baukosten betragen rund 630.000 Euro.


Abtsgmünd. „Wir werden für die Friedrich-von-Keller-Schule einen Pausenhof bekommen, wie es bisher noch keinen in Abtsgmünd gegeben hat“, versprach Bürgermeister Armin Kiemel während der Sitzung des Gemeinderats am Montag.

Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera stellte dem Gremium die geplanten Außenanlagen der Schule vor, die derzeit zur offenen Ganztagsschule umgebaut und erweitert wird. Die Planungen sind dabei geprägt von den Ideen der Schüler: „Wir haben im vergangenen Oktober eine Schülerumfrage gemacht“, berichtete Bombera. Daran hätten sich 416 Mädchen und Jungen beteiligt, die dabei ihre Wünsche und Ideen für den künftigen Pausenhof äußern konnten. Fast alle seien schließlich eingeflossen.

Platz für etliche Aktivitäten

Auf der zur Verfügung stehenden Fläche von rund 2800 Quadratmetern ist eine Aktivitätsecke mit Tischtennisplatten und einem Sportfeld für Fuß- oder Basketballpartien ebenso vorgesehen, wie ein kleines „Kocher-Lein-Tal“. Es handle sich dabei um eine kleine modellierte Landschaft mit knorrigen Holzstämmen zum Sitzen – aber ohne Wasser, erläuterte die Planerin aus Heubach. „Dieses wird nur durch eine blaue Pflasterung angedeutet.“ In unmittelbarer Nähe wird zudem ein Abstellplatz für Fahrräder entstehen.

Plätze zum Verweilen sind ebenfalls geplant – zum Beispiel vor der Mensa oder auch im Eingangsbereich der Schule. Neben Bänken sollen auf dem Pausenhof auch Findlinge, Natursteinblöcke oder Holzstämme als Sitzgelegenheiten dienen. In den Verweilzonen sollen dabei organische, unregelmäßige Pflaster verlegt werden, im Bereich der Terrasse der Mensa dagegen großformatige Platten. Die Gemeinde investiert für die Außenanlagen 630.000 Euro. Der Startschuss für die Arbeiten im Außenbereich soll im kommenden Herbst fallen.

Seitens der Gemeinderäte gab es für die Ausschreibungen während der Sitzung grünes Licht: „Die ganze Planung hat Charme“, befand Gemeinderat Armin Friedrich (FW).

Aus dem Gremium kamen allerdings auch noch einige Anregungen. So wies Wolfgang Waibel (CDU/UB) daraufhin, dass die Platten nicht zu glatt sein dürften, da ansonsten im Winter überfrierende Nässe drohe und Winfried Winter (FW) betonte, dass die Beschattung durch Schirme oder Bäume nicht so dicht werden dürfe, dass man die Fassade des Gebäudes nicht mehr sehe.

Vergabe weiterer Arbeiten

Die Arbeiten am Gebäude selbst schreiten ebenfalls voran. Die Gemeinderäte vergaben aktuell die Maler-, Schlosser- und Metallbauarbeiten, die Arbeiten für die Mess-, Steuer- und Regelanlage der Heizung sowie die technische Ausstattung der Mensaküche.

Der Kostenpunkt dieser Gewerke beläuft sich auf insgesamt 372.593 Euro. Allerdings winken der Gemeinde bei den Umbau- und Erweiterungsarbeiten auch einige staatliche Zuschüsse. nad

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© WochenPost 11.07.2017 15:56
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