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AWO auf den Spuren Georg Elsers

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    Gästeführer Josef Seibold und die interessierten Gäste
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Warum in die Ferne schweifen? Nach diesem Motto besuchte eine AWO-Gruppe aus Aalen die Gemeinde Königsbronn und erfuhr hier Interessantes und Wissenswertes von der Nachbargemeinde.

„Krieg – das bedeutet Not, Hunger und Tod!“ Diese Erkenntnis aus dem 1. Weltkrieg veranlasste Georg Elser, den einfachen Schreiner aus Königsbronn, sich mit dem Nazi-Regime auseinander zu setzen und sein Attentat im Münchner Bürgerbräukeller vorzubereiten. Mit seiner Tat wollte er größeres Blutvergießen verhindern. Dass das Attentat trotz minutiöser, langwieriger Vorbereitungen fehlschlug und Hitler nur um 13 Minuten verfehlte, lag am nebligen Wetter des 8. November 1039. Hitler war dadurch gezwungen, den Zug zu nehmen, verkürzte seine Rede und verließ den Bürgerbräukeller vor der Explosion des Sprengsatzes.

Gästeführer Josef Seibold verstand es ausgezeichnet, den Besuchern aus Aalen einen Überblick über Leben und Wirken des in Königsbronn aufgewachsenen Elser zu geben. Bei einem Besuch in der Georg-Elser-Gedenkstätte vermittelte er einen Eindruck von der Zeit nach dem 1. Weltkrieg und dem Werdegang von Georg Elser vom einfachen Bauernbuben zum Widerstandskämpfer. Er wurde in den letzten Kriegstagen im Kz Dachau ohne Prozess ermordet. Es dauerte bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, bis Elser die ihm zustehende Würdigung bekam.

Auch die Bedeutung Königsbronns als Standort des ersten Industriebetriebs Deutschlands und Sitz eines großen Zisterzienserklosters zeigte Seibold bei einem Gang durch das Klostergelände.

 

Ein Besuch in einem reizenden Café rundete den Nachmittag für alle Besucherinnen und Besucher ab.  

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© AWO-Ortsverein Aalen 10.10.2017 10:40
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