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Ostwürttemberg führt Land an beim Abbau von Arbeitslosigkeit
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    Foto: younik
Positive Entwicklungen auf dem ostwürttembergischen Arbeitsmarkt: Die Region liegt an der Landesspitze, was den Abbau der Arbeitslosigkeit betrifft. 2,7 Prozent beträgt die Quote im Ostalbkreis aktuell.


Ostalbkreis.
Der Arbeitsmarkt in Ostwürttemberg ist für Überraschungen gut: Im November reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in der Region weiter. Mit 7602 Arbeitslosen waren 249 Personen weniger als im Oktober arbeitslos gemeldet. Seit 1991 waren die Zahlen im November nicht niedriger.

Im Jahresvergleich auf erstem Rang

„Unsere Region belegt im Jahresvergleich Rang eins im Land, wenn es um den Abbau der Arbeitslosigkeit geht“, sagt Elmar Zillert, Leiter der Aalener Arbeitsagentur, mit Blick auf die gute Vermittlungsarbeit seines Hauses.

Zillert rechnet damit, dass der Schwung „nicht vollständig über die Wintermonate gerettet werden kann“. Für 2018 geht er aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher der Betriebe in Ostwürttemberg sowie des hohen Konsumverhaltens von einer weiteren positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt aus.

Starker Rückgang der Zahlen

Zu den Details: Im November meldeten sich 2249 Personen arbeitslos. Gleichzeitig gelang es 2508 Personen, ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. „Von dieser positiven Entwicklung konnten alle Personengruppen profitieren“, sagt Zillert. Im Jahresvergleich ging die Zahl der Arbeitslosen bei allen Personengruppen prozentual im zweistelligen Bereich zurück. Den stärkste Rückgang verzeichneten die jüngeren Arbeitslosen bis 25 Jahre (-24,5 Prozent). Ähnlich stark war Rückgang bei den über 50-Jährigen (539 Personen), sowie bei den Langzeitarbeitslosen (361) und den ausländischen Arbeitslosen (450).

Menschen mit Behinderung im Blickfeld

Die Zahl der Schwerbehinderten ging ebenfalls zurück, jedoch nicht so stark wie die anderen Personengruppen. „In dieser Woche findet eine von der UN ausgerufene Aktionswoche der Menschen mit Behinderung statt. Auch die Agentur für Arbeit Aalen beteiligt sich daran. Wir möchten die Situation von Menschen mit Behinderung, sowie deren Beschäftigungspotenziale, ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken“, sagt Zillert.

Von der guten Lage im November profitierten beide Landkreise. Im Ostalbkreis ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 96 auf nun 4693 Arbeitslose zurück, wobei es innerhalb der Grundsicherung (Hartz IV) einen leichten Anstieg auf 2452 Personen gab. Die Arbeitslosenquote blieb bei 2,7 Prozent. Im Kreis Heidenheim war im Bereich der Grundsicherung ein Rückgang um 134 Personen auf 1519 zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen im Versicherungsbereich (Arbeitslosengeld I) reduzierte sich um 19 auf 1390 Personen. Die Arbeitslosenquote ging auf 4,0 Prozent zurück.

Hohe Nachfrage bei den Fachkräften

Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist sehr hoch. Im November erteilten die heimischen Betriebe dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1391 neue Vermittlungsaufträge. Die meisten im Berichtsmonat gemeldeten Stellen kamen mit 622 neuen Beschäftigungsmöglichkeiten aus dem Fertigungsbereich. Die Zahl der seit Jahresbeginn gemeldeten Stellen liegt bei 15.269 (+5,7 Prozent). „Das Verhältnis zwischen gemeldeten Stellen und Arbeitslosen beträgt 1,7. Diese Relation hat sich zugunsten der Arbeitslosen entwickelt“, sagt Zillert. Die besondere Herausforderung in der derzeitigen Arbeitsmarktsituation sei, die bestehenden Ungleichgewichte zwischen den Anforderungen der angebotenen Stellen einerseits und andererseits dem Qualifikationsniveau der Arbeitslosen auszugleichen, um Arbeitslosigkeit nachhaltig zu reduzieren und der Fachkräfteknappheit entgegenzuwirken, betont der Agenturchef. sp

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© WochenPost 05.12.2017 15:53
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