Der Winter kann kommen!

Sole und Salz: Ostalbkreis ist auf Schnee und Eis vorbereitet
  • Salz und Sole gegen Eis: Im Ostalbkreis wird diesen Winter erstmals flächendeckend anstatt der herkömmlich verwendeten Calciumchlorid-Sole die umweltfreundlichere Natriumchlorid–Sole ausgebracht.Foto: Tom

Der Winter steht vor Tür. Aus Regen wird schnell Schnee und Eis – und die Verhältnisse auf den Straßen werden immer schwieriger. Aber die Straßenmeistereien des Ostalbkreises sind gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet und haben sogar auf umweltfreundlichere Sole beim Kampf gegen das Eis umgestellt.

Ostalbkreis. Der Winter kann kommen. Die Straßenmeistereien des Landkreises in Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd haben sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den bevorstehenden Winter vorbereitet. Die insgesamt Zwölf Streustofflager im Ostalbkreis sind mit rund 9.000 Tonnen Streusalz und 500 Tonnen Sole gefüllt. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wird im kommenden Winter im Ostalbkreis erstmals flächendeckend anstatt der herkömmlich verwendeten Calciumchlorid-Sole die umweltfreundlichere Natriumchlorid–Sole ausgebracht.

Natriumchlorid-Sole für die Straße

Die Sole wird für das Anfeuchten des Streusalzes benötigt. Das erhöht die Effizienz des Streumitteleinsatzes, da feuchtes Salz den Auftauprozess schneller in Gang setzt, gezielter dosiert werden kann und weniger durch den Fahrzeugverkehr verweht wird. Die umweltfreundliche Sole wird in speziellen Aufbereitungsanlagen direkt in den Straßenmeistereien aus Streusalz vor Ort hergestellt. Das vermeidet Lieferengpässe und schont die Umwelt auch dadurch, dass der aufwendige Transport der bisher verwendeten Calciumchlorid-Sole mit Tankfahrzeugen entfällt.

Insgesamt stehen für den Winterdienst 13 eigene Fahrzeuge sowie 22 angemietete Fremdfahrzeuge bereit, die im Bedarfsfall zum Einsatz gerufen werden. Ein auf die verkehrlichen und topographischen Notwendigkeiten abgestimmter Räum- und Streuplan legt ihre Fahrstrecken und deren Reihenfolge fest. Für den ganzen Winter vorbereitete Dienstpläne stellen sicher, dass an sieben Tagen der Woche ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, um die Straßen im Ostalbkreis befahrbar zu halten. Um Schneeverwehungen zu verhindern, werden derzeit an exponierten Stellen entlang der Fahrbahnen Schneefangzäune aufgestellt.

Rechtzeitig winterfest

Trotz intensiver Vorbereitung und ständig optimierter technischer Ausstattung, wird es nicht immer gelingen, die Straßen vollkommen schnee- und eisfrei zu halten, so das Landratsamt. Auch bei größter Professionalität der Einsatzkräfte gibt es Wettersituationen, die nur schwer beherrschbar sind. Deshalb appelliert Landrat Klaus Pavel an die Autofahrer: „Denken Sie rechtzeitig daran, Ihr Fahrzeug winterfest zu machen und passen Sie Ihre Fahrweise den winterlichen Straßenverhältnissen an.“

Gehölzpflegemaßnahmen an Straßenböschungen

So wie es die Witterung in den kommenden Wintermonaten erlaubt, werden von den Straßenmeistereien außerdem Gehölzpflegemaßnahmen an den Straßenböschungen durchgeführt. Alte Gehölzbestände müssen sowohl aus ökologischen als auch aus Gründen der Verkehrssicherheit verjüngt werden. Dazu müssen insbesondere die großvolumigen Altgehölze entfernt werden, da vor allem von diesen bei Sturm und bei Schneebruch eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer ausgehen kann. Die Gehölzpflege geschieht meist durch sogenanntes „Auf den Stock setzen“. Das bedeutet, die baum- oder strauchartigen Gehölze werden rund 20 cm über dem Boden abgesägt und entfernt. Die Pflanzen treiben dann im Frühjahr wieder neu aus und verschließen die entstandenen Lücken sehr schnell. Sämtliche gehölzpflegerischen Maßnahmen werden nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt und werden mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landkreisverwaltung abgestimmt. sp/tw

© WochenPost 26.11.2019 16:46
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