Auf alle Fälle Nord und Süd

Trassendiskussion unterm Ipf nähert sich dem Ende
  • Variante Nord (zu optimierenende Trasse 1980) und Süd, die noch weiter optimiert werden muss. Grafik: Landratsamt Ostalbkreis
„Mich hat noch nie ein Thema derart beschäftigt“, so Landrat Klaus Pavel unlängst bei einer Veranstaltung zur B-29-Machbarkeitsstudie in Bopfingen-Schloßberg. Zwei Stunden später ist er mit seinem Stab in Trochtelfingen. Demnächst stehen Gespräche in Bopfingen an und die ersten Stellungnahmen der Gemeinden.Härtsfeld-Bopfingen. Kurz zur Erinnerung: Im Zuge einer ortsdurchgangsfreien Verbindung von Nördlingen zur A7 soll die Machbarkeit einer Umfahrung von Pflaumloch, Trochtelfingen, Bopfingen und Aufhausen dargestellt werden. Oberstes Ziel: Erstmal in den vorrangigen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan „2015–2030“ zu kommen. Momentan nehmen die Gemeinden Stellung zum Positionspapier des Landrates. Darin heißt es:
dass ein ortsdurchfahrtsfreier B29-Ausbau von Nördlingen bis zur A7 in mehreren Varianten möglich und wirtschaftlich machbar ist.
dass zwei Varianten (Nord und Süd) priorisiert werden.

Nord und Süd
„Auf alle Fälle möchte ich eine Nord- und eine Südvariante in der Machbarkeitsstudie haben“, machte Landrat Klaus Pavel bei den letzten Diskussionen in Schloßberg und dann auch in Trochtelfingen klar.
Südtrasse: Schwerpunkt ist momentan „nördlich oder südlich um Trochtelfingen herum“. In Schloßberg war „keine Trasse im Heidmühltal“ das große Thema. Klar zur Südtrasse hat sich mittlerweile die Stadt Neresheim erklärt: „Speziell die Verhinderung der Südumfahrung von Nördlingen mit den wohl verheerenden Auswirkungen auf die B 466 ist für uns das Wichtigste“, so Bürgermeister Gerd Dannemann vor dem Gemeinderat.
Nordtrasse: Nachdem die modifizierte „weite“ Nordumfahrung wohl vom Tisch ist, brachte die BI B 29 Härtsfeld die modifizierte Form einer Trassenplanung aus den 1980er-Jahren ins Spiel. Die Probleme hier: Unter anderem Sechta und der Ipf.

Fazit des Landrats
Fazit des Landrates: „Probleme wird es immer und überall geben. Doch es gibt auch viele Ideen und machbar ist vieles.“ Oberste Priorität sei es, in den vorrangigen Bedarf des Bundes zu kommen. Hat dies keinen Erfolg, waren auch alle Diskussionen bisher umsonst. Oder auch nicht. Je nach Sichtweise.

Im Positionspapier steht:
dass eine Realisierung der Verkehrskonzeption verschiedene sich zwingend ergänzende Vorgaben ergibt, nämlich den direkten Anschluss einer ortsdurchfahrtsfreien Anbindung von der Röttinger Höhe zum Autobahnanschluss „Aalen/Oberkochen. Dies ermögliche eine sehr erhebliche Verkehrsentlastung für Ohmenheim, Neresheim und Elchingen im Zuge der B 466.
„wenn eine abschnittsweise Realisierung der Südtrasse notwendig sei, dann in folgender Reihenfolge: Ortsumfahrungen Pflaumloch und Trochtelfingen, dann Anschluss Röttinger Höhe bis Autobahnanschluss „Aalen/Oberkochen“ und im letzten Schritt der Lückenschluss zwischen Trochtelfingen bis zur Röttinger Höhe. Dieser Punkt war der Unterriffinger BI besonders wichtig.
Im Schreiben wird weiter darauf verwiesen, dass die B- 29-Umgehung eine Südumfahrung in Nördlingen überflüssig mache.
Zudem wird auf Lärmschutzmaßnahmen für Lauchheim und Westhausen (Reichenbach) hingewiesen. Und auf die Bedeutung des Ausbaus einer neuen B 29a Unterkochen und einer Ortsumfahrung Ebnat (schon im vordringlichen Bedarf).
© WochenPost 28.01.2015 14:39
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